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Hilfe und Beratung für Alkoholtrinker und ihr Umfeld

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Hilfe und Beratung für Alkoholtrinker und ihr Umfeld

Maladies liées à la consommation

Alkoholkonsum: einen Null-Effekt gibt es nicht !

Heutzutage sind sich die Spezialisten einig darüber, dass selbst ein gelegentlicher konsum von Alkohol schädlich für Gesundheit ist. Tatsächlich hat das Trinken von Alkohol einen Einfluss auf die Entstehung verschiedener Krankheiten wie Krebs, aber auch Erkrankungen des Kreislauf-, Verdauungs- oder Nervensystems, sowie psychischer Erkrankungen.

Wärend der Schwangerschaft beeinflusst der Alkoholkonsum der werdenden Mutter die Entwicklung der Organe beim ungeborenen Kind. 

Auch andere gesundheitliche Probleme, wie Erschöpfung, hoher Blutdruck, Schlafstörungen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen können durch Alkoholkonsum hervorgerufen werden.

 

Der Einfluss von Alkohol auf den Fötus und das Kind 

Das fetale Alkoholsyndrom betrifft Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert haben. Alkohol schadet der Organentwicklung des ungeborenen Kindes, indem er die Durchblutung der Plazenta beeinträchtigt. Alle Organe können betroffen sein.

Unsere Empfehlung: „Totaler Verzicht auf Alkohol während der Schwangerschaft.“

Die Folgen können unter anderem ein Wachstumsrückstand, kranio-faziale Missbildungen, körperliche Missbildungen, körperliche und geistige Entwicklungsverzögerungen, geistige Störungen, Verhaltensstörungen und geistige Behinderungen sein.totop scroller orange

Diese Probleme sind irreversibel. Kinder, die davon betroffen sind, leiden ihr ganzes Leben lang darunter und sind sogar zu bestimmten Aktivitäten des Alltags unfähig. Diese Kinder brauchen viel länger, um ganz alltägliche Handlungen zu lernen. Wenn sie erwachsen sind , können sie nur mit Mühe, ein normales Leben führen und sich in die Gesellschaft integrieren. Möglicherweise sind sie sogar unfähig eine Berufstätigkeit auszuüben.totop scroller orange

Weitere Risiken

Neben dem Risiko des fetalen Alkoholsyndroms (FAS) für ihr Kind, sind Frauen, die während der Schwangerschaft getrunken haben, einem hohen Risiko ausgesetzt, Fehlgeburten und Frühgeburten zu haben oder Säuglinge auf die Welt zu bringen die kurz nach der Geburt aufgrund ihres geringen Geburtsgewichts oder körperlichen Missbildungen sterben.

Das betrifft nicht nur Kinder von alkoholabhängigen Müttern

Ab welcher Menge Alkohol dem Baby schadet, kann man nicht sagen. Ein Risiko für das Kind besteht ab dem ersten Glas Alkohol.

Daher wird empfohlen, während der Schwangerschaft überhaupt keinen Alkohol zu konsumieren.totop scroller orange

Website zum Thema

Safera.net eine Einrichtung zur Prävention des fetalen Alkoholsyndroms.

Fehlbildungen im Gesicht

Bei Personen, die an dieser Störung leiden, zeigen sich besondere Gesichtsmerkmale:

Mikrozephalie

schmale palpebrale Schlitze
 
flaches Gesicht
 
kurze Nase (Stupsnase)
 
wenig moduliertes Philtrum
 
 
lschmale und konvexe Oberlippe
 
 
kleine Augen (schmale Lidspalten)
 
 
Wölbung zwischen den Augen
 
 
geringfügige Fehlbildung des Ohrläppchen
 

kleines Kinntotop scroller orange

 

   Quelle : http://www.drhull.com/   

 


(Alkohol in der Schwangerschaft: Die schlimmen Folgen | STRG_F | 2019)

Quellen

H. Houchi, O. Pierrefiche, M. Naassila, M. Daoust, Effets de l’alcoolisation pendant la grossesse, Cahiers de Nutrition et de Diététique, Volume 50, Issue 2, April 2015, Pages 103-108.totop scroller orange


 

Risiken für das Gehirn und die peripheren Nerven

Direkte Läsionen im Gehirn

Bei chronischen Konsumenten wird eine Verringerung des Gehirnvolumens (Atrophie) beobachtet.

Forscher berichten von einer schnelleren Abnahme des zerebralen Kortexvolumens bei abhängigen Trinkern als bei nicht abhängigen Probanden. Kril and coll. (1997) , Pfefferbaum and coll (1998).  Die Volumenreduzierung hängt von der Menge des konsumierten Alkohols ab. Andere Autoren berichten auch über Gehirnschwund in Strukturen, die Gleichgewicht und Haltung (Kleinhirn) steuern, die bei Autopsie-Beobachtungen gut zu beobachten sind.

Diese Atrophie-Läsionen sind definitiv und irreversibel.

Die Wernicke-Enzephalopathie

Sie ist in der Regel mit einem Vitamin B1-Mangel verbunden. Beobachtet werden Konfusion (oder Koma), Gleichgewichtsstörungen, Augenmuskellähmungen, welche die seitlichen Bewegungen der Augen betreffen. Diese Enzephalopathie ist bei einer Behandlung mit Vitamin B1 reversibel.

Wenn sie jedoch spät oder nicht behandelt wird und über längere Zeit auftritt, bilden sich endgültige Läsionen mit Gedächtnisverlust, Desorientierung und Konfabulation: Es handelt sich um das Korsakoff-Syndrom.totop scroller orange

Periphere Polyneuropathie

Zu ihren Symptomen gehört eine Abnahme der Empfindlichkeit und der Reflexe. Manchmal treten Krämpfe und Schmerzen symmetrisch in den unteren Extremitäten auf.

Sie lässt sich normalerweise mit Abstinenz und Vitamin B-Einnahmen behandeln.



Referenzen


 

Risiken für das Verdauungssystem

Heute gibt es solide Beweise dafür, dass Alkohol an sieben Körperteilen und wahrscheinlich auch an anderen Stellen Krebs verursacht. Nach aktuellen Schätzungen machen alkoholbedingte Krebserkrankungen an diesen Stellen 5,8% aller Krebstoten weltweit aus (Connors, 2016 und Seitz, 2017). 

 

Die Speiseröhre

Entzündung der Speiseröhre

Man nennt diese Entzündung auch Ösophagitis. Ösophagitis verursacht Verbrennungen beim Schlucken von Lebensmitteln, Alkohol oder heißen Flüssigkeiten. Ohne medizinische Behandlung und bei anhaltendem Alkoholismus kann sich die Ösophagitis bei Alkoholikern zu einem Geschwür entwickeln. Langfristig kann Krebs erschwerend hinzu kommen. 

Im Bild erscheint die Blutung in Schwarz.

Speiseröhrenkrebs

Das Risiko für Speiseröhrenkrebs hängt stark von der Einnahme von Alkohol ab. Bei starken Trinkern ist das Risiko für Speiseröhrenkrebs zehnmal höher als bei vollständigen Abstinenzlern. Bei starken Trinkern und Rauchern liegt dieses Risiko 35-mal höher als bei Nichtrauchern. Das Risiko wäre bei Personen, die starken Alkohol trinken, etwas höher als bei Wein- und Biertrinkern.

 


Der Magen

Alkohol ist die häufigste Ursache für akute Magenentzündungen (akute erosive Gastritis).
Chronische Veränderungen der Schleimhaut (chronische Gastritis) beeinträchtigen die Aufnahme bestimmter Substanzen und Vitamine (insbesondere Vitamin B12). 
Diese Erkrankungen gehen dem Krebs über mehrere Jahre voraus.


Die Bauchspeicheldrüse

Alkohol kann auch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse verursachen.

Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung

Akute Pankreatitis, eine extrem schmerzhafte Erkrankung, kann durch die direkte Toxizität von Alkohol bei massivem Missbrauch dieser Substanz auftreten. Sie ist in nahezu einem von fünf Fällen tödlich.

Auf dem Bild ist die braun-schwarze Nekrose der Bauchspeicheldrüse zu beachten.

Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

Chronische Pankreatitis, die sich langsam entwickelt, tritt im Zusammenhang mit Alkoholmissbrauch auf. Es kommt zu einer Abnahme der Bauchspeicheldrüsenfunktion, die zu Diabetes und chronischem Durchfall führen kann.totop scroller orange


Die Leber

Die Wirkung von Alkohol auf die Leber ist die bekannteste. Der Alkohol wird in diesem Organ mit einer Geschwindigkeit von 10 Gramm pro Stunde metabolisiert. Man kann reversible Läsionen durch Überlastung (Steatose), entzündliche Läsionen (alkoholische Hepatitis) und langfristig irreversible Läsionen beobachten, welche die Struktur und Funktion dieses lebensnotwendigen Organs beeinträchtigen und Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben: es handelt sich um die Leberzirrhose.

Steatose

Sie ist ein reversibler Zustand, der mit akutem Alkoholkonsum zusammenhängt. Die Leberzellen beladen sich mit Fetttröpfchen, die sie nicht ausscheiden können. Die Leber schwillt an und nimmt einen charakteristischen Farbton von „Foie Gras“ an (rechts unten auf dem Bild).

Alkohol-Hepatitis (ASH)totop scroller orange

Es handelt sich um eine Entzündung aufgrund der akuten Toxizität von Alkohol, der in großen Mengen eingenommen wird. ASH allein kann reversibel sein.

Zirrhose

Leberzirrhose ist eine sich entwickelnde Krankheit, die sich allmählich entwickelt. Sobald diese Entwicklung beendet ist, ist sie irreversibel. Die Fortsetzung des Alkoholkonsums beschleunigt ihre Entwicklung.

Die Beeinträchtigung der Leberstruktur ist ein Hindernis für die Filterung des aus dem Darm kommendem Bluts. Krampfadern (Schwellung der Blutgefäße, die die Leber erreichen) bilden sich an verschiedenen Stellen, die besonders in der Speiseröhre stark bluten können. Durch Leberversagen bedingte Blutgerinnungsstörungen verschlimmern diese Situationen.

Hepatokarzinom

In einem Drittel der Fälle kommt Leberkrebs (Hepatokarzinom) erschwerend zu einer Zirrhose hinzu.


 Mund und Rachen

Karies und Zahnverschleiß

Alkoholabhängige Personen leiden mehr unter Zahnausfall als andere. Bei ihnen wurde auch ein allgemeiner Zahnverschleiß beobachtet. Wiederholtes Erbrechen führt insbesondere zu einem Verschleiß der Schneidezähne. Saures Aufstoßen trägt möglicherweise zur Beschädigung der Zähne bei.

Parodontitis

Generalisierte Zahnfleischentzündungen sind bei starken Trinkern sehr häufig.

Krebs

Schon seit langem berichten wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Beziehung zwischen Krebs und Alkoholkonsum. Somit ist der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebs im oberen Aerodigestivtrakt (Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf und Speiseröhre) zweifelsfrei hergestellt. Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Leber-, Brust- und Dickdarmkrebs ist ebenfalls bewiesen.

Mund- und Rachenkrebs hängen stark vom Tabak- und Alkoholkonsum ab. Bei starken Trinkern und Rauchern ist das Risiko für Mund- und Rachenkrebs 37-mal höher als bei Nichtrauchern.

Starke Trinker, die aber nicht rauchen, haben 6-mal häufiger Krebs als vollständige Abstinenzler.
Das Risiko für Plattenepithelkarzinome im Mund ist bei starken Trinkern im Vergleich zu mäßigen Konsumenten 10 bis 15-mal höher. Alle alkoholischen Getränken sind betroffen. Auch Benutzer von Mundwasser haben ein erhöhtes Risiko für Mundkrebs.

Source: Internationale Vereinigung zur Krebsbekämpfung


Quellen

  • Seitz HK. Alcohol and cancer-individual risk factors.Addiction 2017 ;112(2):232-233. 
  • Connor J. Alcohol consumption as a cause of cancer. Addiction 2017 ;112(2):222-228.